„Horror Cinema Obscura“

Anthologie, herausgegeben von Detlef Klewer

„Horror Cinema Obscura“ ist eine Horror Anthologie aus dem Karina Verlag. Darin enthalten sind sechzehn Geschichten auf insgesamt 252 Seiten. Detlef Klewer, der bereits mehrere Horror Sammelbände als Herausgeber betreute, hat dieses Mal Geschichten zusammengestellt, die das Grauen in Foto und Film – vor oder hinter der Kamera – zum Thema haben.

Wir lesen von einer alten Serie, in welcher der Betrachter scheinbar sein eigenes Leben sieht – auch Vorkommnisse, die noch gar nicht geschehen sind. Oder begleiten Filmfiguren, die dem Abspann entkommen wollen. Da gibt es Störungen auf einer Aufnahme, die scheinbar nicht durch einen Unfall oder ein Bearbeitungsprogramm entstanden sind. Oder auch von einer Videokassette, deren Spieldauer sich verlängert, wenn er von mehr als einer Person gesehen wird.
Alles in allem: Viele spannende, fantasievolle und – natürlich – schockierende Ideen, die von den Autoren in knackigen Schockern verarbeitet wurden.

Sammelbände sind immer ein stilistisches Potpourri. Es liegt in der Natur der Sache, dass einem die eine Geschichte mehr zusagt, als die andere. Die sechzehn enthaltenen Kurzschocker waren jedoch alle des Lesens wert, auch wenn mich nicht jede zur Gänze überzeugen konnte. Immerhin: Es gelang es jeder (!) enthaltenen Geschichte, einen gruseligen Schlusspunkt zu setzen. Besonders gut gefallen mir „Ein Detail am Rande“ (Florian Krenn), „Das Schlüsselloch“ (M. W. Ludwig) „Klick! Klick!“ (Christine Jurasek) und „Der Minenschwimmer“ (Andi Zobernig).

Positiv anzumerken ist, dass dieser Sammelband sehr schön aufgemacht ist und Detlef Klewer nicht nur ein fantastisches Cover, sondern auch zu jeder Geschichte eine passende Illustration gezeichnet hat.

erschienen im Karina Verlag

ISBN: 978-3961113354

Preis: 14,90 (TB)

Rezi: „Horror Cinema Obscura“ (Anthologie)

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